Erneuerbare Kraftstoffe: Finanzierung und Bedarf
Im Februar 2007 verdeutlichte die Familie Taylor, Inhaberin von Enterprise Rent-A-Car, eindrucksvoll ihr Engagement im Bereich der Erforschung und Entwicklung alternativer Kraftstofftechnologien: Sie bewilligte 25 Millionen US-Dollar zur Gründung eines Instituts für erneuerbare Kraftstoffe, des Institute for Renewable Fuels. In Zusammenarbeit mit dem Donald Danforth Plant Science Center, einer weltweit führenden Forschungseinrichtung im Bereich der nachhaltigen Nutzung von Pflanzen, soll das Institut akzeptable und erschwingliche Alternativen zu den nur begrenzt verfügbaren fossilen Brennstoffen entwickeln. Dazu sollen neue Möglichkeiten gefunden werden, Kraftstoffe aus erneuerbaren und zuverlässigen pflanzlichen Quellen zu gewinnen.
Biokraftstoffe wirken sich weniger schädlich auf die Umwelt aus als fossile Brennstoffe. Da Ethanol aus Getreide und Biodiesel aus Sojabohnen gewonnen wird, lassen sich durch ihre Verbrennung Kohlenstoffverbindungen recyceln, die bereits in der Umwelt vorhanden sind. Da Biokraftstoffe jedoch aus Feldfrüchten gewonnen werden, die traditionell als Nahrungsmittel dienen, gibt es Bedenken, dass ihr zunehmender Einsatz zur Energiegewinnung weltweit zu einer Nahrungsmittelknappheit führen könnte. Die Forscher des Instituts sollen nach Lösungen für dieses Problem suchen. Eine ihrer Prioritäten besteht darin, die Erträge von Getreide und Sojabohnen durch Biotechnologie zu erhöhen, damit der Bedarf an Nahrungsmitteln und Tierfutter gedeckt werden kann, aber auch genügend Rohstoffe für die Kraftstoffgewinnung zur Verfügung stehen. Weiterhin soll nach Möglichkeiten gesucht werden, Kraftstoffe aus Getreidehalmen, Präriegräsern oder anderen ergiebigen Pflanzenquellen zu gewinnen, die keinen Einfluss auf die Nahrungsmittelversorgung haben.